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Archive für 4.6.2008

Das Vorstellungssgespräch: Ihre Einstellung macht´s!

Warum heißt das Vorstellungsgespräch eigentlich Vorstellungsgespräch?

Die Antwort ist doch ganz einfach: in einem Vorstellungsgespräch stellen sich beide Parteien, also das Unternehmen und der Jobsuchende gegenseitig vor. Aber ist diese Vorgehensweise, wirklich gelebte Realität? Ist es nicht eher so, dass Bewerber immer das Gefühl haben sich vorstellen zu müssen und das sie nicht mal auf die Idee kommen, dass ein Unternehmen sich genauso vorstellen muss?

Viele Unternehmen, aber auch Bewerber sind tatsächlich der Meinung, nur der Jobsuchende muss sich präsentieren und das Unternehmen sucht einfach den passenden Kandidaten aus. Arbeitgeber die jedoch dieser angestaubten Meinung nachhängen, haben noch nicht begriffen, worum es geht und verpassen die Chance am Markt langfristig erfolgreich zu bestehen. Schließlich lebt ein Unternehmen von seinen engagierten, motivierten und selbstbewussten Mitarbeitern.

Die beste Vorbereitung…

für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch, ist vor allem das Erkennen und Bewusstmachen der eigenen Wünsche, Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen. Gerade bei der Jobsuche ist es besonders wichtig, sich mit dem Thema „eigene Stärken und Talente” auseinander zu setzen und diese dann gezielt einzubringen. Zum einen werden Sie sich viel besser fühlen und Sie werden wesentlich effektiver arbeiten, wenn Sie sich voll und ganz einbringen können und zum anderen, hat der potentielle Arbeitgeber einen erhöhten Mehrwert durch Sie, wenn Sie mit Freude Ihrer Arbeit nachgehen.

Daher sollten Sie sich über folgende Fragen im Vorfeld Gedanken machen, am besten in schriftlicher Form:

-Will ich diese Aufgabe in diesem Unternehmen ausführen? Wenn ja… Warum?
-Was gefällt mir? Was reizt mich?
-Welchen Nutzen habe ich von einer Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen?
-Welchen Nutzen hat dieses Unternehmen von einer Zusammenarbeit mit mir?
-Warum werde ich diesen Job erhalten?

Falls Ihnen nicht genug (oder gar keine) Argumente zu einem oder sogar mehreren dieser Punkte einfallen, ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass Sie Ihren Informationsstand noch einmal verbessern müssen. Im schlimmsten oder besten Fall (je nachdem von welcher Seite man dies betrachtet) ist dies aber auch, ein ganz klarer Indikator dafür, dass diese Position oder dieses Unternehmen nicht zu Ihnen passt.

In einem Vorstellungsgespräch ist es äußerst wichtig….

dass Sie nicht nur auf Fragen warten, die Sie dann schön brav beantworten und dann auch noch hoffen, dass Sie eingestellt werden… nein… genauso wichtig ist es, dass Sie Fragen an das Unternehmen stellen. Dabei muss das Unternehmen Ihnen klarmachen und beweisen, dass es ein geeigneter Arbeitgeber für Sie ist.

Auf Grund der guten Vorbereitung und dem Bewusstmachen der eigenen Stärken und Fähigkeiten können Sie dem Vorstellungsgespräch entspannt begegnen. Bereiten Sie sich daher gezielt auf ein Vorstellungsgespräch vor und beherzigen Sie bitte, zusätzlich noch folgenden Rat: wichtig ist es zu wissen, warum Ihnen bestimmte Fragen gestellt werden, also der Hintergrund einer Frage. Diesen Bereich sollten Sie besonders unter die Lupe nehmen. Durch gute Vorbereitung werden Sie Ihr Ziel effektiver und entspannter erreichen.

Welche Einstellung haben Sie?

Gehen Sie in ein Vorstellungsgespräch, mit dem Gefühl, als ob Sie in die Höhle des Löwen gehen würden? Schießen Ihnen zig Fragen durch den Kopf? Haben Sie Angst, Sie könnten etwas Falsches sagen?

Bedenken Sie, dass Ihnen diese Fragen, hauptsächlich dann durch den Kopf gehen, wenn Sie sich immer nur fragen, was das Unternehmen eigentlich will. Sobald Sie jedoch anfangen sich klarzumachen, was Sie können und wollen, bringen Sie das ganze Gespräch auf „gleiche Augenhöhe”. Vertrauen Sie sich und Ihren Fähigkeiten, denn wenn Sie es nicht tun, wer soll es sonst tun? Als ein Problemlöser, welcher sich seiner Stärken und Fähigkeiten bewusst ist, hat das Unternehmen genauso viel von Ihrer Einstellung, wie umgekehrt.

Im Grunde ist es doch so, Sie wären nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden, wenn man nicht grundsätzlich der Meinung ist, dass Sie auf die Position passen könnten. Also liegt der Ball bei Ihnen, Ihrem potentiellen Arbeitgeber klar zu machen, dass Sie der Richtige sind!

Treten Sie im Vorstellungsgespräch mit der Einstellung auf, dass Sie auf „gleicher Augenhöhe” mit dem Unternehmen sind. Schließlich geht es darum eine Partnerschaft, in Form eines Arbeitsverhältnisses, einzugehen. Und Partnerschaften können nicht bestehen, wenn der eine nur der Partner ist und der andere, derjenige der schafft!

Mit welcher Einstellung gehen Sie nun in das nächste Vorstellungsgespräch?

Herzliche Grüße von Heidi Wellmann

PS: Dieser Artikel erschien auch im Magazin von www.successity.de.

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